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Jubilarehrung  am 22. Oktober 2016
Kolleginnen und Kollegen für langjährige Mitgliedschaft in der IG BAU geehrt
Die Schwachen kämpfen nicht; die Starken kämpfen vielleicht eine Stunde lang; die noch Stärkeren, sie kämpfen viele Jahre; aber die Stärksten kämpfen ihr Leben lang. Diese sind unentbehrlich! (Bertolt Brecht)
Unter diesem Motto stand auch die diesjährige Jubilarehrung des Bezirksverbandes Nordbaden der IG BAU im Restaurant "Krautwickel" in Mannheim. .Bezirksvorsitzender Wolfgang Kreis eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die anwesenden Kolleginnen und Kollegen und deren Angehörigen, sowie die Jubilare ganz herzlich.
Ganz besonders begrüßte er den  Regionalleiter der IG BAU Baden-Württemberg, Kollege Andreas Harnack, der nach einem kurzen Grußwort die Ehrungen der Jubilare vornahm.
In seiner Laudatio ging Kollege Harnack im Besonderen auf die Eintrittsjahre der Jubilare  in die Gewerkschaft ein und was sich damals alles geändert hat.
1946  (70 Jahre Mitgliedschaft) war ein  Jahr danach, in dem der schreckliche Weltkrieg zu Ende ging und Deutschland von den Nazis befreit wurde. Sechs Millionen Juden wurden in den Konzentrationslagern ermordet. Ein nie mehr gutzumachendes Verbrechen. Zuzüglich Millionen Kriegstote. In den Städten in Deutschland waren die meisten Wohnungen zerstört. Wir  müssen aufpassen und die Geschichte in Erinnerung rufen, um  zu verhindern, dass so etwas nie mehr passiert. Nie mehr einen Fußbreit für die Nazis.
Das Jahr 1951 (65 Jahre Mitgliedschaft) war geprägt vom Wiederaufbau. Es mussten dringend Wohnungen gebaut werden. Aus den sogenannten deutschen Ostgebiete mussten Millionen Flüchtlinge aufgenommen werden. Eine Gewaltige Aufgabe, die zu bewältigen war, lag vor den Menschen. Durch den gewerkschaftlichen Zusammenhalt konnten Fortschritte erreicht werde. Die ersten erkämpften Erfolge waren 1950 14 Arbeitstage Urlaub und die Gründung der Urlaubskasse für das Baugewerbe. Der Stundenlohn für Bauarbeiter war 1,58 DM. Die Arbeitszeit betrug 48 Stunden in der Woche. Der Bauarbeiter musste über 3 Stunden arbeiten, um sich 1 Kg Schweinefleisch kaufen zu können, oder 3,5 Stunden für 1 kg Butter.
Im Jahre 1956 (60 Jahre Mitgliedschaft) erlangte die Bundesrepublik  die volle staatliche Souveränität und wurde außerdem Mitglied in der Nato. Durch das neue Kindergeldgesetz gab es ab dem dritten Kind Kindergeld. Der Stundenlohn des Bauarbeiters lag bei 2,16 DM, davon wurden ab 1957 vier Pfennig an die Lohnausgleichskasse bezahlt. Für ein Paar Schuhe musste 19 Stunden gearbeitet werden.
Im Jahre 1966 (50 Jahre Mitgliedschaft) wurde in der Bundesrepublik die erste "Große Koalition" unter Kanzler Kiesinger gebildet. Die Große Koalition beschloss die Notstandsgesetze. In Westdeutschland wurden 600 000 Sozialwohnungen gebaut. Film des Jahres war "Eine Hand voll Geld". Ein Bauarbeiter verdiente in der Stunde 4,64 DM und für 1 kg Fleisch mussten zwei Stunden gearbeitet werden.. Die Vermögenswirksamen Leistungen wurden eingeführt und die Bildungsstätte der Bau-Steine-Erden in Schwalbach wurde in Betrieb genommen.   
Im Jahr 1976 (40 Jahre Mitgliedschaft) wurde die Volljährigkeit von 21 auf 18 Jahre abgesenkt und das Kindergeld bereits ab dem ersten Kind bezahlt. Die Umlagefinanzierung Im Baugewerbe für Ausbildung wurde eingeführt, wodurch sich die Ausbildungszahlen verdreifacht haben. Außerdem
wurden die Angestellten in die Zusatzversorgungskasse aufgenommen, die Samstage wurden nicht mehr als Urlaubstage angerechnet und die Ortsklassen bei den Tarifverträgen im Baugewerbe wurden abgeschafft. Somit gleicher Lohn für alle unabhängig vom Wohnort. Der Stundenlohn des Bauarbeiters lag bei 8,98 DM
Das Jahr 1991 (25 Jahre Mitgliedschaft) war
geprägt von der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten. Die gewaltigen Kosten, die die Einigung mit sich brachte, wurden überwiegend auf dem Rücken der Arbeiter und Angestellten abgeladen. Im Zuge der Wiedervereinigung sind rund 1,5 Millionen Menschen von den Ostländern in die Westländer umgesiedelt. Auch heute kommen wieder viele Flüchtlinge zu uns, die vor Krieg und Elend fliehen. Auch dies wird einer gewaltigen Kraftanstrengung bedürfen, so Harnack weiter, um diese Menschen aufzunehmen und zu integrieren. Wer sich beklagt, sollte einen Blick zurück werfen, auf Ulm vor 200 Jahren. Damals verlief die Auswanderung entgegengesetzt. Württemberg galt als Armenhaus Europas. Missernten führten dazu, dass 17 000 Menschen aus Württemberg flohen, sie versuchten ihr Glück im Schwarzmeergebiet, im heutigen Moldawien. Deutschland darf und muss in der Flüchtlingsfrage vorangehen. Die Aufteilung der Flüchtlinge ist allerdings eine europäische Aufgabe, die von der EU gelöst werden muss. Auspassen und verhindern müssen wir, dass die Flüchtlinge bei uns als billige Arbeitskräfte missbraucht und unsere Tarif- und Sozialstandarts unterlaufen werden. Im Anschluss nahm Andreas Harnack, gemeinsam mit dem Bezirksvorsitzenden Wolfgang Kreis und Stellvertreter Hans-Jürgen  Leidal, die Ehrung der Jubilare vor.
 

Für 70 jährige Mitgliedschaft wurden geehrt:

 
Bild  1: Wilfrid Günter, Hugo Schwall  
Bild  2: Herbert Holzhauser,  
Bild  3: Richard Wagner, Hugo Schwall Bild  4: Gruppenbild der 70 jährigen Jubilare
   
Für 65 jährige Mitgliedschaft wurden geehrt:  
Bild  5: Dieter Kaissling  
Bild  6: Hermann Stein Bild  7: Gruppenbild der 65 jährigen Jubilare
   
Für 60 jährige Mitgliedschaft wurden geehrt:  

Bild  8: Wolfgang Schlenstedt

 
Bild  9: Gerhard Stumpf Bild 10: Gruppenbild der  60 jährigen Jubilare
   
Für 50 jährige Mitgliedschaft wurden geehrt:  
Bild 11: Horst Hofmann, Günter Schmitt  
Bild 12: Günter Sauer, Heinz Seifert (vertr. d. Frau)  
Bild 13: Günter Schmitt, Horst Hofmann  
Bild 14: Peter Wechselberger, Friedrich Zinkgräf Bild 15: Gruppenbild der 50 jährigen Jubilare
   
Für 40 jährige Mitgliedschaft wurden geehrt:  
Bild 16: Günter Rausch  
Bild 17: Werner Gund  
Bild 18: Bruno Engelhardt, Werner Gund  
Bild 19: Josef Kehrer, Günter Rausch Bild 20: Gruppenbild der 40 jährigen Jubilare Gr. 1
Bild 21:Wolfgang Kreis  
Bild 22:Friedrich Schumann, Marina Westphal  
Bild 23:Detlef Weichsel, Wolfgang Kreis  
Bild 24:Marina Westphal, Friedrich Schumann Bild 25: Gruppenbild der 40 jährigen Jubilare Gr. 2
   
Für 25 jährige Mitgliedschaft wurden geehrt:  
Bild 26: Monika Bleiler  
Bild 27: Kurt Garotti Bild 28: Gruppenbild der 25 jährigen Jubilare
   
Bild 29: Gruppenbild der Jubilare von Sax & Klee; v.l.n.r.: Betriebsratsvorsitzender Hans Jürgen Leidal,
                Detlef Weichsel, Gerhard Stumpf, Kurt Garotti, Werner Gund, Bruno Engelhardt
   

Hier einige Bilder von der Jubilarehrung

 
 

Begrüßung Wolfgang Kreis

Gespannte Aufmerksamkeit bei . . . .

. . . . bei den Kolleginnen und Kollegen . . . .

. . . . und ihren Angehörigen

Grußworte Andreas Harnack

Lebhafte Unterhaltung . . . .

. . . . nach den Ehrungen

Eine gelungene Veranstaltung

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